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(G. Beck, 02.06.2009)

Antiatom-Klimacamp in Lappland

NEIN zu Uran-Energie

20.07.2009 – 26.07.2009 Tervola, Lappland, Finnland

kleine Aktion vor dem Atomkraftwerk in Olkiluoto Juni 2008

Willkommen zum diesjährigen Protestcamp in finnisch Lappland! Wir werden es nicht zulassen, dass dieser Flecken Erde auf finnischem Staatsgebiet zum Paradies der Atomindustrie wird!

In Westfinnland wird gerade der fünfte Reaktor des Landes gebaut: Olkiluoto 3. Im Verlauf der Bauarbeiten wurden schon über Tausend Fehler dokumentiert. Die Kosten sind mittlerweile doppelt so hoch wie ursprünglich angesetzt und das Projekt ist schon drei Jahre hinter dem Zeitplan.

Dennoch scheint die finnische Regierung so begeistert von diesem Erfolg zu sein, dass sie der Atomindustrie gerne auch in Zukunft die Regie über die Wirtschaft des Landes überlässt. Der kürzlich stark gesunkene Energieverbrauch hat keinen Einfluss auf die Pläne für möglicherweise sogar drei neue Reaktoren.

Das Endlagerproblem, so wird behauptet, ist hier gelöst - zum ersten Mal weltweit. Ein großes Grab für hoch radioaktiven Müll wird hier schon gegraben, obwohl Experten das Projekt für absurd halten.

Da Finnland den Ruf hat, eine außerordentlich positive Einstellung zur Atomindustrie zu haben, ist es nicht überraschend, dass auch an Uranabbau interessierte Firmen hierher kommen. Es gibt zur Zeit fast 20 gültige Bewerbungen an verschiedenen Orten in Ost- und Nordfinnland.
Dieses Jahr wird es ein Protestcamp in Tervola in Finnland nahe der Gemeinde Simo geben, wo die Firma Fennovoima (zweitgrößter Teilhaber ist der deutsche Energiegigant Eon) Land gekauft hat, um ein neues Atomkraftwerk zu bauen - ganz in der Nähe eines der letzten offenen Lachsflüsse Europas.

Kleine Kommunen mit ökonomischen Problemen sind leicht käuflich, wenn die lokalen Politiker mehr am Geld interessiert sind als am Wohl der Umwelt und der Kommune auf lange Sicht.

Wir werden auch Orte besuchen, an denen nach Uranerz gebohrt wird oder gebohrt werden soll.

Unser Ziel ist, das Camp zu einem Ort zu machen, wo lokale Bewegungen gegen Uranabbau und Atomprojekte, NGOs die gegen die lächerliche Energiepolitik der finnischen Regierung kämpfen, radikalökologische Gruppen, internationale Antiatomaktivist_innen und selbstverständlich alle anderen an den Themen Interessierten zusammenkommen, sich zusammentun und eine stärkere Bewegung formen können. Das Programm beinhaltet inhaltliche und praktische Workshops und Aktionen. Außerdem ist Ziel des Camps ein Raum zu sein, wo wir unsere Visionen für eine sicherere und schönere Zukunft austauschen und lernen können, in Respekt mit der Natur und den Menschen um uns zu leben!

Kontakt

Europas Atomerbe (deutscher Kontakt)

Schlüsselwörter: Aktion Anti-Atom Atom Camp Energie Finnland int. Begegnung Klima

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