Ju­lei­ca-Aus­bil­dung er­folg­reich be­en­det

Am vergangenen Wochenende fand nun der zweite Teil der Juleica-Ausbildung bei JANUN statt. Alle, die auch schon am ersten Wochenende teilgenommen hatten, sowie vereinzelte neue Gesichter trafen am Samstagmorgen teilweise noch etwas müde im Landesjugendbüro ein. Nach den Grundlagen in den ersten zwei Tagen, sollte nun auf speziellere Themen eingegangen werden.

Zuerst ein mal, wie zwischendrin auch immer wieder, wurden jedoch spiele angeleitet und durchgeführt. Der Fokus lag dabei dieses mal vor allem auf Kooperationsspielen, bei denen auch die Teilnehmendengruppe immer besser zusammen arbeitete. So schafften es beispielsweise nach und nach alle durch ein „Spinnennetz“ aus Seil, das zwischen zwei Pfosten gespannt war, oder auch das Drehen eines Tuches, auf dem die ganze Gruppe Stand, wurde gemeistert.

Inhaltlich ging es dann los mit der Prävention sexualisierter Gewalt. Dazu bekamen wir zuerst einen Input, was überhaupt sexualisierte Gewalt ist und was Grenzüberschreitungen sind, wie Täter vorgehen, was das mit den Opfern macht und vor allem auch, wie wir als Teamer*innen handeln sollten, wenn so eine Situation eintritt.

Am Nachmittag ging es dann weiter mit unterschiedlichen Fallbeispielen zu sexualisierter Gewalt, und was für uns in der Situation zu tun ist und inwiefern das Fallbeispiel nicht in Ordnung war.

Daraufhin folgte noch der Einstieg in diskirminierungsarme Jugendarbeit. Wir stellten uns die Fragen, was überhaupt Diskriminierung ist, welche großen Formen der Diskriminierung es gibt und in welchen Situationen sie vorkommen kann.

Am Zweiten Tag setze sich das Thema dann fort. Wir lernten, welche Macht Sprache haben kann und wie wir sie richtig verwenden können, ohne zu verletzen oder auszuschließen. Auch haben wir uns den Begriff „Othering“ und seine Bedeutung angesehen und so geschaut, wo Diskriminierung überhaupt anfängt und mit welchen nett gemeinten Aussagen schon Menschen verletzt und ausgegrenzt werden können.

Insbesondere Ableismus, Antisemitismus und Rassismus mit ihrem Vorkommen im Alltag haben wir dann noch ein mal im Alltag kennengelernt. Am Ende stand natürlich auch wieder die große Frage: Wie kann ich das Gelernte in meiner Jugendarbeit umsetzen und was tue ich in akuten Situationen. Eine pauschale Ideallösung gibt es hierzu natürlich nicht, wir könnten jedoch definitiv Ansätze finden und können diese dann hoffentlich auch anwenden.

Zum Abschluss haben wir dann auch selbst versucht, Gruppenstunden und Bildungseinheiten mit der ZIM-Tabelle, die uns näher gebracht wurde, zu konzipieren.

Am Ende folgte noch ein mal ein Kooperationsspiel und eine herzliche Verabschiedung nach durchweg positivem Feedback für die Teamerinnen Jenny und Christiane.