Klei­der­tausch+ Du nimmst mehr mit als nur Klei­dung

ein Bericht von unserem FÖJ Projekt

Besucher*innen bei Kleidertausch+ JANUN Lüneburg

Im Rahmen des FÖJs haben wir die tolle Möglichkeit, selber ein Projekt zu entwickeln. Greta und mir war direkt klar, dass wir dies zusammen anpacken wollten. Ein Thema, welches uns beide sehr interessiert, ist Kleidung. Es beschäftigt uns, dass in unserer Gesellschaft so viel Kleidung ungeachtet der Konsequenzen konsumiert wird. Es ist wichtig, sich der Missstände in der Kleidungsindustrie bewusst zu werden.

Und genau zu dem Thema wollten wir etwas gestalten. Zu unserem Team dazu stieß Alina aus unserer Seminargruppe. Wir kamen auf die Idee, eine Kleidertauschparty als Rahmen für unsere Themen zu nutzen. Aber „nur“ eine Kleidertauschparty zu veranstalten, wäre uns zu einfach gewesen. Wir wollten mehr. Die Besucher*innen unseres Events sollten nicht nur eine schöne Veranstaltung besuchen, sondern auch noch nachhaltig etwas dazulernen.

Der Titel „Kleidertausch+ Du nimmst mehr mit als nur Kleidung“ sollte auch Programm sein.

Dafür erstellten wir Infomaterialien über Fast Fashion, Textilsiegel und Entsorgung.

Unser Herzstück war eine Weltkarte, auf der die Besucher*innen interaktiv mit Nadeln kennzeichnen konnten, woher ihre Kleidung kommt. Auf der Rückseite des Aufstellers hatten wir mit eindrucksvollen Bildern Fakten über Arbeitsbedingungen, Umweltbelastung, Globalisierung und Aussichten zusammengestellt.

Unserer Meinung hilft es aber nicht, nur mit dem Finger auf Leute zu zeigen und anzukreiden, wie schlecht ihr Konsumverhalten ist. Viel wichtiger ist es, Alternativen zu präsentieren, und so ein Umdenken und Verhaltenswechsel zu erleichtern.

Deswegen baten wir die studentischen Initiativen WELTbewusst

 und Cradle to Cradle mit Ständen unsere Veranstaltung zu unterstützen und ihre zukunftsfähigen Konzepte vorzustellen. Außerdem hatte das soziale Kaufhaus ZEUGHAUS einen Stand, und zeigte, wie Kleidung ein zweites Leben geschenkt wird.

Wir selbst haben eine Siebdruckstation angeboten und damit Kleidung aufgewertet. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen, um individuelle Kleidung herzustellen.

Am 02.02. ,dem Tag der Veranstaltung, wussten wir nicht, mit wie vielen Gästen wir rechnen konnten. Bis um 16 Uhr trafen wir die nötigen Vorbereitungen und dann ging es los!

Auf die 4 Stunden unserer Veranstaltung kamen um die 200 Besucher*innen, was sich aber durch die Raumgröße und das große Zeitfenster entzerrte.

Während der Veranstaltung waren wir insbesondere mit Gesprächen und an der Siebdruckstation beschäftigt. Außerdem haben wir aufgepasst, dass die Kleidung ordentlich in den verschiedenen Kategorien liegt.

Für uns war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Obwohl wir die ganze Zeit auf Achse waren, war es nicht anstrengend. Die positive Rückmeldung und gute Atmosphäre, sowie nette Gespräche waren für uns sehr schön.

Am Ende des Abends nach dem Aufräumen waren wir erschöpft, aber zufrieden!