Workshops

FreiRaum ♥ StadtTraum - Mach Deine Stadt L(i)ebenswert!


Workshop-Phase ➊ | Samstag, 10:30 - 12:30 Uhr


Lebenswerte Städte nach Jan Gehl - Weg vom Konzept der autogerechten Stadt

Weltweit lebt über die Hälfte der Menschen in Städten. Durch ihre Infrastuktur prägen Städte unser (Mobilitäts-)Verhalten und unseren Alltag stark mit, sie haben Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlergehen – und auch auf das Klima. Vor diesem Hintergrund gilt es zu fragen: Wie können Städte so (um)gestaltet werden, dass sie lebendige Orte der Begegnung sind, begrünt. mit wenig Autos, aber vielen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen? Zu Orten mit hoher Lebensqualität, an denen wir uns wohl fühlen, sicher bewegen können und an denen ein umweltschonendes Leben möglich ist? Im Workshop wird Einblick in die Entwicklung von Stadtstruktur innerhalb der letzten 100 Jahre gegeben. Dabei wird thematisiert, was es mit der „autogerechten Stadt" auf sich hat, was hingegen den dänischen Stadtplaner Jan Gehl dazu bewog, zunächst Kopenhagen, dann Städte weltweit fahrrad- und menschenfreundlich zu gestalten – und wie er das gemacht hat. Gemeinsam stellen wir unsere eigenen Städte auf die Probe und erarbeiten erste Ansätze, sie mit Kooperationspartner*innen und voller Kreativität nicht alleine den Stadtplaner*innen zu überlassen, sondern sie stattdessen „von unten" zu gestalten.

Tinka Dittrich
Das Fahrrad zählt Tinkas Ansicht nach zu den genialsten Erfindungen der Menschheit und der Lebensraum Stadt bietet ihrer Ansicht nach sehr guten Nährboden für eine dringend notwendige und wünschenswerte Postwachstumsgesellschaft. Um beides voranzubringen, bereitet sie seit Abschluss ihres Studiums der Kulturwissenschaften im Herbst letzten Jahres Projekte vor, die ihren Wohnort Hildesheim unter reger Beteiligung von Bürger*innen zu einer ökologischen Verkehrswende verhelfen sollen.

Vera Storre
folgt


Alternatives Wohnen 

Heute nutzen wir durchschnittlich pro Kopf 46,5m² an Wohnfläche und leben mit zwei Menschen pro Haushalt in Deutschland.
Das bringt soziale und ökologische Herausforderungen mit sich. Diese möchten wir diskutieren und anhand des Kollektivhauses andere Möglichkeiten kennen lernen. Das Kollektivhaus ist ein utopischer Freiraum und vom Kollektiv für gelebte Utopie initiiert. Dort werden andere Selbstverständlichkeiten gelebt. Der Ort ist drogenfrei, vegan und tauschlogikfrei gestaltet und lädt zum inneren sowie äußeren Wandel ein. Aktuell leben 15 Menschen dort funktional und versuchen ein anderes soziales Miteinander zu praktizieren.
Dabei gehen sie auch mit den Themen Eigentum, Arbeit und Geld anders um und verstehen sich als Experimentierraum.
In dem Workshop stellen uns zwei entscheidene Fragen: Wie können wir anders wohnen? Und: Wie möchten wir eigentlich leben?

Tobi Rosswog | Kollektiv für gelebte Utopie
Als Aktivist, freier Dozent und Initiator ist Tobi Rosswog für die sozial-ökologische Transformation unterwegs. Mit all seiner Zeit und Energie setzt er sich für den Wandel ein – hinzu einer Gesellschaft jenseits von Arbeit, Eigentum und Geld. Seit zehn Jahren ist er in diesem Sinne aktiv und lädt in rund 100 Vorträgen im Jahr zum Perspektivwechsel ein. Unter anderem initiierte er die Bewegung living utopia, das BildungsKollektiv imago und das Kollektiv für gelebte Utopie mit, um diese Ideen praktisch erfahrbar zu machen. Außerdem erscheint am 01. Oktober sein Buch "AFTER WORK" im oekom Verlag.

Urban Gardening – Pflanz dir deine Stadt!

Immer mehr Städte dieser Welt blühen durch den Urban Gardening Trend auf. Der Wunsch nach mehr grünem Freiraum in den Städten, nachhaltiges Bewusstsein und die Freude an gemeinschaftlichem Gärtnern bewegt die Menschen nach draußen, um städtischen Raum neu zu beleben. Der grüne Aktivismus steigert nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern fördert auch die Natur und ihre Vielfalt im urbanen Großstadtdschungel. Es entstehen grüne Inseln im tristen Stadtgrau. Auch kleine Veränderungen können große Wirkungen zeigen. 

Wir stellen euch verschiedene Projekte vor und entwickeln gemeinsam mit Euch Ideen, wie Ihr Eure Stadt durch Urban Gardening mitgestalten und sie l(i)ebenswerter machen könnt!

Anika Wagner & Johanna Kortmann | Projekt HAWK Hildesheim
Anika und Johanna haben sich im Rahmen eines Praxisprojektes in ihrem Studium der Sozialen Arbeit der Thematik des Urban Gardening gewidmet und sich in unterschiedlichen Gartenprojekten engagiert.


Alles Öko im Bad?! - Körperpflegeprodukte selbst machen

Hast du dich auch schon mal gefragt, was in deiner Creme alles steckt? Wie werden solche Produkte hergestellt und wieso kaufst du sie eigentlich, wenn du sie ganz einfach und günstig selber machen könntest?

Körperpflegeprodukte kann man einfach mit wenigen Mitteln natürlich selbst herstellen: Badekugeln, Peelings, Trockenshampoo und vieles mehr. Du weißt, was drinsteckt und kannst deine eigenen Kreationen nach deinem Geschmack entwickeln. Also, worauf wartest du noch? Hoch die Flossen, rein ins Gemenge!

Kira & Malina | BUNDjugend



Workshop-Phase ➋ | Samstag, 14:00 - 16:00 Uhr


City made by citizens: Was kann man tun, um Stadtbewohner*innen zu mobilisieren?

Im Workshop „City made by Citizens“ wird Johanna Schäfer von ihren Erfahrungen und den Best Practices aus 3 Jahren BonnLAB-Tätigkeit erzählen. Das BonnLAB ist ein Stadtlabor, ein Raum, um experimentell zu erforschen welche Aktivitäten zu einer lebenswerteren Stadt beitragen können und es ist ein Ort von Bonner*innenn für Bonner*innen. Der Workshop wird eine „Map der Möglichkeiten“ aufzeigen und auch die Ideen der Teilnehmenden hierin integrieren. So entsteht ein wertvolles Toolkit, das sich im Nachhinein auch leicht auf die eigene Stadt übertragen lässt.

Johanna Schäfer | BonnLAB
Johanna hat Architektur an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft studiert und ist seit dem Bachelorabschluss sozial-unternehmerische Stadtentwickelerin.


Ein Tiny-House-Dorf entsteht

Wie man auch auf kleinstem Raum leben kann, zeigt die „Tiny House University“. Apo Ericek gibt eine Einführung in die Tiny-House Architektur und entwickelt mit euch Tiny House Ideen. Was ist eine gute Idee für die gemeinsame Nachbarschaft? Was verbindet die Menschen? Welche sozialen Strukturen entstehen bei nomadischer Lebensweise? Hier können alle einmal Bürgermeister*in und Stadtplaner*in werden und ein Blick auf die Architektur von oben werfen. Die Tiny Häuser ermöglichen es uns ein Blick in die Zukunft. Was erwartet uns da und wie können wir Teil einer Zukunft sein, die uns Freude bereitet nachhaltiger zu leben? Durch verschiedene Village Konzepte, Rollenverteilungen und Situationen experimentieren wir gemeinsam an einer Lebensweise, die selbst verwaltet wird und hinterfragen unsere gewohnten Wohnverhältnisse. Was würden wir ändern, wenn wir die Chance hätten?

Apo Ericek | Tinyhouse university
Der Schauspieler Apo Ericek lebt seit Oktober 2017 in einem sogenannten Tiny House auf dem Bauhaus Campus in Berlin. In dem neun Quadratmeter kleinen Haus möchte er herausfinden, was er zum Leben tatsächlich braucht.


Eine Stadt ohne Autos?

Mit der autofreien Siedlung Stellwerk 60 in Köln-Nippes, in nur drei Kilometer Entfernung vom zentral gelegenen Dom, ist eine der größten autofreien Siedlungen Deutschlands entstanden. Hier leben ca. 1500 Menschen in 450 Haushalten, von denen nur 80 ein eigenes Auto besitzen dürfen. Im Stellwerk 60  wurden die Weichen für eine neue Art zu leben gestellt: Autofrei – ohne auf Mobilität zu verzichten! Auf dem gesamten Areal ist weder das Fahren noch das Parken von Autos zugelassen. Mehrfach ausgezeichnet steht Stellwerk 60 für einen modernen und zeitgemäßen Wohn- und Lebensstil in mitten eines der lebendigsten und beliebtesten Viertel Kölns.

Anne Grose wird in ihrem Workshop von dem Leben in der autofreien Siedlung berichten und dabei auf verschiedene Themen eingehen: Mobilität, Gestaltung der Siedlung, soziales Leben und Nachbarschaft. Dabei wird sie auch auf Herausfoderungen und überraschende Entwicklungen eingehen und mit euch ins Gespräch kommen.

Anne Grose | Stellwerk 60 Köln-Nippes


Put on your dancing shoes - die kleine DJ Werkstatt

Du stehst auf der Tanzfläche, die tanzfüße zappeln, die Musik schwebt um deine Ohren. Es scheint ein endloser Track zulaufen, so nahtlos und doch so vielschichtig. Wie ist das nur möglich? DJing ist eine spaßige, intuitive Kunst. Mit ein wenig rhythmusgefühl kann jede*r auflegen. Dieser workshop zeigt dir einige wichtige Grundlagen wie du diese Kunst erlernen kannst. Bumbumtschak. Komm spielen!

Lotta & Jorma (aka "el batos")


Workshop-Phase ➌ | Samstag, 16:30 - 18:30 Uhr


Saubere Luft und alternative Mobilitätskonzepte für unsere Städte

Im Zuge des Diesel-Abgasskandals ist auch die schlechte Luftsituation in vielen deutschen Städten ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Mittlerweile ist es medial wieder ruhiger geworden – und dass, obwohl es jetzt in zahlreichen deutschen Städten in die heiße Phase geht: In Düsseldorf fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im Zwangsvollstreckungsverfahren die Umsetzung von zonalen Diesel-Fahrverboten. Den vorgelegten Entwurf des Luftreinhalteplans hält sie für rechtswidrig, da dieser keine Fahrverbote enthält und die Grenzwerte erst in sechs Jahren eingehalten werden sollen. Noch dicker kommt es für die sich sperrenden Politiker in Bayern. Dort prüft die Justiz bereits "Erzwingungshaft gegen Amtsträger", um endlich bessere Luft in München durchzusetzen. Während man in anderen Ländern bereits zahlreiche, ganz unterschiedliche Maßnahmen ergreift, um das Recht auf saubere Luft zu gewährleisten und saubere Mobilität zu fördern, geht es in Deutschland kaum voran.

Der Workshop informiert über die Luftqualität in unseren Städten, die rechtlichen Rahmenbedingungen, den derzeitigen Stand der Gerichtsverfahren und der öffentlichen Diskussion. In einem zweiten Abschnitt sollen alternative Mobilitätsformen und Verkehrskonzepte betrachtet werden (best-practice Beispiele aus anderen Ländern) und gemeinsam die Tauglichkeit für unsere Städte diskutiert werden.

Arne Käthner | HannovAIR Connection
Arne Käthner promoviert im Bereich Historische Politikforschung an der Universität Bielefeld. Im April 2017 initiierte er in Hannover die HannovAIR Connection, ein Zusammenschluss aus mittlerweile 15 lokalen Initiativen und Verbänden. Gemeinsames Ziel ist es, saubere Atemluft und gerechte Mobilitätsstrukturen in Hannover zu schaffen. Dafür tritt das Bündnis mit zahlreichen Aktionen an die Öffentlichkeit: organisiert Informationsveranstaltungen, führt Hintergrundgespräche mit Vertretern aus Politik und Verwaltung und organisiert Protest gegen die anhaltende Untätigkeit der Stadt.

Mehr Informationen: https://hannovair-connection.de


Bürger*innenbeteiligung - warum? was ist das? wie geht das?

"Mach Deine Stadt L(i)ebenswert" - das ist ein Ruf nach Veränderung! Was wünschst Du Dir? Was würdest Du verändern, wenn Du könntest? Und meinst Du nicht, Du kannst es!? Der Workshop zeigt Wege, verfassungsmässige Rechte und Werkzeuge, wie wir an der Gestaltung unseres Lebensumfeldes mitwirken, wie wir Träume und Wünsche in die Wirklichkeit bringen können. An Planspielen wird gezeigt und geübt, mit welchen Instrumenten z.B.öffentliche Massnahmen und Entscheidungen, welche den Lebensraum und die Belange von Menschen berühren, angestossen, im Vorfeld gestaltet, in der Umsetzung aufmerksam begleitet oder nachträglich überprüft und evtl. korrigiert werden können. Bürgerbeteiligung ist heute in kommunalen Verwaltungen immerhin kein Fremdwort mehr - sie muss aber von Menschen eingefordert, gelebt und ausgefüllt werden - also tun wir's! Welche vielfältigen Möglichkeiten dazu es ausserhalb der blossen Ausübung des Wahlrechts gibt, das könnt Ihr in diesem Workshop erfahren und üben.

"Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen" (Mahatma Gandhi)

Kurt Weidt | StadtLABOR Hildesheim e.V.
Seine bürgerliche Erwerbsexistenz als Architekt, Baudenkmalpfleger und Städteplaner hat der Physiker und Erkenntnistheoretiker Kurt Weidt vor Jahren an den Nagel gehängt für ein Freiwilliges Soziales Leben in der Baumschutz-, Bürgerschafts-, Kultur- und Umweltarbeit. StadtLABOR Hildesheim e.V.: aus einem ursprünglich temporär angelegten Soziokulturprojekt entwickelt sich seit 2015 ein "Bürgerbüro von unten" an der Schnittstelle zwischen dem universitären und dem bürgerlichen Hildesheim sowie im Spannungsfeld zwischen Genuss und Lebenfreude einerseits und Verantwortung für die Folgen unseres Seins und Handelns andererseits. Ein bürgerschaftliches Vernetzungsbüro für Menschen, Gruppen und Initiativen für einen Wandel im Hildeland hin zu einer zukunftsfähigen und dafür nachhaltigen, respektvollen, solidarischen und primär lokal und regional handelnden Gesellschaft im Sinne der Transition-Idee und Experimentierort für Ideen und Handlungsoptionen für das Buen Vivir, ein Gutes Leben hier und weltweit.

"Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann - tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.". (Margaret Mead)


Aktionswerkstatt - Mit Schaukeln, Lampions und Lastenräder die eigene Stadt l(i)ebenswerter machen…

Ob Schaukeln zwischen Kiosk und Kino, Rote-Bete-Ernten vor der Bankfiale oder Kickern auf der Hauptverkehrsinsel: Bereits kleine Interventionen können das verborgene Potenzial städtischer Räume aufdecken und auf die meist autofokussierte Nutzung von Flächen hinweisen. Bewegungen wie der Taktische Urbanismus zeigen, dass aus anfänglichen DIY-Veränderungen durchaus politische Maßnahmen entstehen können, die die Stadt dauerhaft lebenswerter machen.

Im Rahmen der Aktionswerkstatt werden wir gemeinsam an Ideen feilen, um den öffentlich-urbanen Raum auf den Kopf zu stellen. Idee ist, gemeinsam Aktionen vorzubereiten, die wir in den kommenden Wochen dezentral in unseren verschiedenen Städten Niedersachsens stattfinden lassen. Mit geballter Kreativität werden wir Ruck-Zuck-Interventionen planen und uns eine gemeinsame Kommunikationsstrategie erarbeiten.

Vera, Lotta & Tinka
Drei super engagierte junge Frauen, die ihre Stadt aktiv mitgestalten.


Lindy Hop - Freiräume ertanzen

Lindy Hop - entstanden in den 1930ern in Harlem, New York City ist Teil der Swingtanz Familie. Ziel ist es in der zwei stündigen Einführung einen der Grundschritte und erste Figuren kennenzulernen, und ein Gefühl für den Tanz zu bekommen. Lindy Hop ist ein 'social dance', feste Partner*innen und Rollen gibt es in der Regel nicht und während des Trainings können Tanzpartner*innen rotieren. Komm also einfach vorbei und tanz mit uns.

Matthias Jost & Jeannine Claes
Matthias und Jeannine tanzen schon viele Jahre Lindy Hop in Hannover und freuen sich darauf die ganz besondere Energie und Freude dieses Tanzstils zum Festival zu bringen.