Städte der Zukunft – im Jetzt begonnen

In Städten pulsiert das Leben. Hier wohnen, arbeiten, konsumieren Menschen, hier erholen sie sich auch. Und sie bewegen sich von A nach B. Täglich werden unzählige Wegstrecken zu Schulen, Büros, Freund*innen, Ärtz*innen, zum Einkaufen und zu Freizeitbeschäftigungen zurückgelegt. Mit ihrer Infrastuktur prägen Städte unsere Verhaltensweisen und Alltagsroutinen stark mit, sie Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlergehen und letztlich auch auf das Klima.

Derzeit stehen Städte vor allem mit Staus und Abgaswerten in den Schlagzeilen, sie verheißen Stress, Lärm und Hektik. Doch es könnte auch ganz anders sein.

Imagine: Innenstädten ohne Autolärm. Der Verkehr ist hier Fußgänger*innen und Radfahrer*innen vorbehalten – welche zahlreich zu sehen sind, einander Begegnen, ins Gespräch kommen. Die Luft ist sauber. Vogelgesang ist zu vernehmen. Fußgänger*innenzonen sind mit Hochbeeten gespickt, Plätze gleichen kleinen Oasen. Hier unterhält Oma Hansen sich mit Opa Acar über die Entwicklung der Zucchinipflanzen auf dem Bahnhofsvorplatz, dort ist eine vergnügte Gruppe Jugendlicher zu sehen, die Straßentheater spielt. Eltern tauschen sich in Straßencafés aus, während ihre kleinen Kinder am Wegesrand spielen.

Wie können Städte zu diesen Orten gemacht werden?

Wir betrachten in diesem Worshop zum einen wie Städte „von oben“, also auf Ebene von Politik und Verwaltung, ökologischer und menschenfreundlicher gestaltet werden können. Dafür betrachten wir die Arbeit des dänischen Architekten Jan Gehl, der sich seit 40 Jahren der menschenfreundlicheren (Um-)Gestaltung von Städten widmet, aber auch anderen positiven Beispielen wird Raum gegeben.

Zum anderen stöbern wir in den vielfältigen Ideen, Initiativen, Guerilla-Aktionen und Projekten, mit denen Bürger*innen weltweit ihre Städte „von unten“ mitgestalten.


Referentin: Tinka Dittrich


Utopie und Staatsgewalt -Wie kann radikal-liebevoller Widerstand funktionieren?

Wer sich auf dem Weg nach Morgen grundlegende Fragen stellt und die Gesellschaft neu gestalten möchte, stößt auf hohe Hürden. So traf es zum Beispiel dieses Jahr den Mitmachkongress utopival, der kurz nach seinem Beginn gewaltsam von der Polizei geräumt wurde: Dem Ordnungsamt war die geldfreie und energiesparende Lebensmittelversorgung der Utopist*innen zu unkonventionell gewesen. Als sich einen Monat zuvor die hohen Tiere der Weltpolitik in Hamburg getroffen hatten, lief es umgekehrt: Mit aller Gewalt wurde deren Gipfel durch zigtausende Einsatzkräfte geschützt, sodass die Herrschaften sich weitgehend ungestört eine Welt nach ihrem Geschmack zusammenträumen konnten.

Die Polizei agiert politisch: Ihr Handeln entscheidet mit darüber, wer sich vernetzen und unter günstigen Bedingungen wirksam werden kann. Sie beeinflusst auch die Bilder, die nach einem Ereignis bleiben. Aktivist_innen stehen der Staatsgewalt oft mit Gefühlen von Ohnmacht und Wut gegenüber. Wie können wir das überwinden?

Wie ein kreativer, radikal-liebevoller Widerstand von der Meditation auf dem Polit-Camp bis zum gemeinsamen Gesang in der Gewahrsamszelle aussehen kann, darüber möchten wir uns in diesem Workshop anhand aktueller Beispiele austauschen.

Referent: Tobias Rosswog
Tobi Rosswog ist freier Bildungsreferent, Aktivist und Mitinitiator verschiedener Projekte wie beispielsweise dem Mitmachkongress utopival, der Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON oder auch vom MOVE UTOPIA -  ZusammenTreffen für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten. Aktuell bewegt ihn die Frage: "Wie können wir inneren und äußeren Wandel zusammendenken und umsetzen?".


Zero waste Starterkit

Beschreibung folgt

Referentin: Inga Biel


ZettelsTheater - Workshop

Beschreibung folgt

Referent: Snorre Björkson