Workshopbeschreibungen

Schöne neue Welt? Die digitale Gesellschaft und das gute Leben für alle

Vermutlich hatten Menschen noch nie einen so einfachen Zugang zu so vielen Informationen und Wissen wie wir – zumindest wenn wir ein Smartphone zur Hand und eine gute Internetverbindung haben. Doch obwohl wir theoretisch im Live-Stream mitverfolgen können, wie der Klimawandel voranschreitet und Menschenrechte tagtäglich verletzt werden, scheint sich nicht viel zu ändern oder nur Weniges zum Guten. Schlimmer noch, die Produktion von Smartphones und der Betrieb des Internets haben auch ihren Anteil an Umweltzerstörung und der Verletzung von Menschenrechten. Ist also schon alles verloren? Nein. Denn diese Probleme bieten auch gute Ansatzpunkte für eine bessere Welt. Das Ziel: Nicht weniger als das gute Leben für alle. Am Beispiel der Digitalisierung wollen wir diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, dieses Ziel zu erreichen.

Referent: Jannis Eicker (I.L.A Kollektiv)
Jannis plant derzeit seine Promotion zur 'Neuen Rechten' in der BRD. Er arbeitet beim netzwerk n (Studierende für nachhaltige Hochschulen) und ist außerdem als Referent im Bereich politische Bildung tätig. Als Mitglied verschiedener Organisationen setzt er sich für einen sozial-ökologischen Wandel ein, der ein gutes Leben für alle zum Ziel hat.

Ein Klima der Gerechtigkeit? - Der Klimawandel und seine sozialen Folgen

In diesem Workshop werden wir uns zum einen anschauen, was bei den Klimaverhandlungen passiert, wie der aktuelle Stand der internationalen Klimapolitik ist und die grundlegenden Prinzipien mit denen die United Nations (UN) den Klimaschutz angehen. Zum anderen wollen wir uns damit beschäftigen, wie verschieden sich der Klimawandel auf die Menschen in unterschiedlichen Regionen auswirkt. Wir werden dabei erkennen, dass es eine große Ungleichheit zwischen den Verursachern und den Leidtragenden des Klimawandels gibt und dieses Dilemma diskutieren.

Referentin: Dorothea Epperlein, im Jugendbündnis Zukunftsenergie (JBZE) aktiv
Doro steht kurz vor dem Abschluss ihres Waldnaturschutzstudiums. Seit 2011 beschäftigt sie sich im Jugendbündnis Zukunftsenergie intensiv mit Erneuerbaren Energien und Klimaschutz. Zusammen mit deren "Klimadelegation" begleitet sie schon länger die internationalen Klimaverhandlungen und berichtet für junge Leute von den Entwicklungen dieser UN-Konferenzen und der Wichtigkeit des Klimaschutzes.

Die Welt braucht Insekten - Wir bauen ihnen Hotels

Gebt den kleinen summenden und brummenden Insekten ein Zuhause!
Wildbienen und Co. haben eine große Bedeutung als Bestäuber von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen. Damit erhalten sie auch die Lebensgrundlagen von uns Menschen. Doch sie sind zunehmend vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum schwindet.
Mit dem Bau von Insektenhotels können für Wildbienen, Solitärwespen, Hummeln und andere Krabbeltierchen schöne Orte zur Eiablage gebaut werden. Insbesondere Wildbienen finden immer schwieriger kleine Räume als Brutstätten. Sie leben alleine, können ihre Eier in dem von dir geschaffenen Insektenhotel ablegen und ziehen bald weiter. Im Workshop zeigen wir dir, worauf du beim Bau deines Insektenhotels achten musst. Alles weitere kannst du selber bestimmen und deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Referentin: Isabel & Caroline von Transition Town Hannover
Caro arbeitet als Käserin in einer kleinen Bio-Hofkäserei und ist im Urban-Gardening-Projekt "Küchengärten Linden" (Transition Town Hannover) aktiv. Sie hat Ernährungswissenschaften in Halle an der Saale studiert und wird sich im weiterem Studienverlauf vertieft mit dem Thema nachhaltige Ernährung auseinandersetzen. In Halle war Caro am Aufbau eines Gemeinschaftsgartenprojekts beteiligt und war dort als Imkerin für das Bienenvolk im Garten verantwortlich.
Isabel studiert Soziale Arbeit in Hannover und schreibt momentan ihre Bachelorarbeit über die Bedeutung des urbanen Gartens als Ort und Mittel für die Soziale Arbeit. Nebem dem Studium organisiert sie die "Küchengärten Linden" im Ihme-Zentrum.

Capoeira - Kampf, Tanz & Spiel

Capoeira ist ein brasilianischer Tanz-Kampf, eine Mischung aus Kampfsport, rhythmischen Bewegungen und akrobatischen Elementen. Entwickelt wurde Capoeira von der schwarzen Bevölkerung in Brasilien als Widerstand und zur Selbstverteidigung, noch zur Zeit der Sklaverei. Daher geht es nicht nur um Sport, sondern um eine ganze Lebensphilosophie, die sich in Bewegung, Rhythmus, Musik und Liedern ausdrückt.

Das Wesen von Capoeira liegt im Spiel. Capoeira ist Spaß an der Bewegung des eigenen Körpers und am Spiel mit dem Partner. Die kämpferischen Bewegungen werden aneinander vorbei und über einander hinweg gemacht, was viel Spaß macht. Das Training schult Koordination, Konzentration und Körperbewusstsein, fördert Selbstvertrauen und macht fit für den Alltag.

Capoeira ist für alle Menschen geeignet. Es erwarten euch Kampf, Sport, Tanz, Akrobatik, Musik, Spiel und Spaß.

Referent: Tobias Groß
Tobias macht seit 25 Jahren Capoeira. Er hat dabei den Grad des „Contra-Mestre“ erlangt, eine Stufe unter dem Mestre (Meister). Über 20 Jahre hat Tobias im Hochschulsport Hannover Capoeira unterrichtet und die erste Capoeira-Schule in Hannover mitgegründet.Derzeit unterrichtet er unter anderem sechs Kinder-Jugendgruppen im Alter von 4- 17 Jahren sowie eine Erwachsenengruppe. Studiert hat Tobias Biologie und Sport auf Gymnasiales Lehramt.


Die Klimabewegung von unten: Klimaschutz zum selber machen

Die Zeit läuft uns davon: Der Klimawandel schreitet täglich voran und könnte in wenigen Jahrzehnten diesen Planeten für uns unbewohnbar machen. Seit 23 Jahren verhandeln Regierungsvertreter*innen bei internationalen Klimagipfeln, ohne die globale Erwärmung erfolgreich zu begrenzen. Anstatt auf die Politik zu warten, nehmen immer mehr Menschen die Sache selbst in die Hand. Sie haben erkannt, dass Umweltzerstörung eine Folge der Gesellschaftsform ist, in der wir leben und fordern ein politisches und soziales Umdenken. So wenden sich beispielsweise gegen die immense Förderung des Klimakillers Braunkohle in Deutschland und entwickeln gleichzeitig Formen von Energieproduktion und Zusammenleben die nicht profitgesteuert sind. Aus dieser Überzeugung ist eine Klimabewegung entstanden, die in den letzten Jahren massiv gewachsen ist.
In diesem Workshop wollen wir uns mit dieser Bewegung befassen: Was sind die Beweggründe, was soll erreicht werden? Welche Wege des Widerstandes gibt es? Zusammen wollen wir nach Formen und Möglichkeiten suchen, konsequent für die eigenen Wertvorstellungen einzustehen und die eigene Meinung zu leben. Denn eins ist klar: die Zukunft ist ungeschrieben. Und wir schreiben mit!

Referentin: Lotta, Klimaschutz-Aktivistin
Da Lotta nicht tatenlos zusehen will, wie dieser Planet zerstört und viele Menschen und andere Spezies für unseren Lebensstil ausgebeutet werden, hat sie sich entschlossen, ihr Leben in Vollzeit dem politischen Aktivismus und dem Erforschen und Leben von Alternativen zu widmen. Sie setzt sich insbesondere dafür ein, die extrem klimaschädliche Braunkohleförderung in Deutschland zu stoppen.


Adultismus

"Das darfst Du noch nicht!", "Warte bis zu Älter bist" oder "In ein paar Jahren wirst Du das anders sehen." - solche Sätze haben wir oft zu hören bekommen. Doch wie sie sich anfühlen, hat uns keiner gefragt.
Adultismus und Epiphanismus sind Diskriminierungsformen, mit denen jeder Mensch in jungen Jahren konfrontiert wird und die dennoch, oder gerade weil wir uns so daran gewöhnt haben, kaum Beachtung finden. Sie bedeuten, die Diskriminierung von jungen Menschen aufgrund ihres Alters. Und, dass in unserer Gesellschaft "Erwachsene" und ihre Ansichten mehr zählen als die von "Kindern" und "Jugendlichen". "Minderjährige" werden als unfertige Wesen angesehen, welche es zu erziehen gilt. Doch ist das wirklich richtig?
Wie hängen Schule und andere Institutionen mit diesem Denkmuster zusammen? Welche Vorurteile habe ich selbst jüngeren Menschen gegenüber? und Wie können diese Vorurteile überwunden werden?
Um ein Gefühl für das Thema Adultismus zu bekommen und Ideen zu entwickeln etwas zu verändern, wollen wir euch einladen, mit uns diesen und weiteren Fragen in unserem Workshop nachzugehen.

Referentinnen: Claara, Luca, Bakira
Clar ist seit mehreren Jahren zu Themen wie Bildungpolitik Feminismus und Antidiskriminierung aktiv. Adultismus und Epiphanismus gehören zu ihren Herzensthemen und beschäftigen sie seit zwei Jahren intensiv.
Luca war in den vergangenen zwei Jahren zum Thema Bildung aktiv und ist unter anderem dabei auf das Thema Adultismus gestoßen, womit sie sich daraufhin weiter auseinander gesetzt hat.
Bakira beschäftigt sich seit zwei Jahren kritisch mit dem aktuellen Bildungssystem und mit dem Thema Adultismus. Sie ist im BildungsKollektiv imago aktiv.


Wen-Do Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen*

Wen-Do bedeutet „Weg der Frauen*“. Es ist ist eine speziell für Frauen* und Mädchen* entwickelte Methode zur körperlichen und mentalen Selbtverteidigung. Wen-Do ist leicht erlernbar. Sportliche Kondition ist nicht erforderlich und körperliche Einschränkungen sind für die Teilnahme kein Hindernis. In den Kursen arbeitet Petra Schmidt mit den folgenden Methoden
  • Tritt-, Schlag- und Befreiungstechniken
  • Übungen zur Stimmkräftigung
  • Wahrnehmungsübungen
  • Rollenspiel und Gespräche
  • Entspannung und Spiel
In dem 3-Stündigen Workshop bekommt ihr einen kleinen Einblick von Wendo.

Referentin: Petra Schmidt (ausgebildete Wendo Trainerin)

Beatboxing

Was macht die Faszination von Beatboxing aus?
Zu Beginn des Workshops wird das Beatboxen vorgestellt, einige bekannte Beatboxer*innen werden gezeigt und die Möglichkeiten, die einem der Mund als Instrument heutzutage ermöglicht, werden beschrieben. Daraufhin sollen die Basics des Mundschlagzeugs erarbeitet werden. Um zu lernen, wie man daraus Beats bastelt, hören wir Musik und sammeln Inspiration. Danach machen wir noch ein oder zwei Sounds, welche genau können die Teilnehmenden des Workshops entscheiden. Abschließend werden Teams gebildet, die mit dem Gelernten eine kleine Choreographie einstudieren.

Referent: Jonathan Pietsch




Städte der Zukunft – Praxis von heute, Ideen für morgen!

In Städten pulsiert das Leben. Hier wohnen, arbeiten, konsumieren Menschen, hier erholen sie sich auch. Und sie bewegen sich von A nach B. Derzeit stehen Städte vor allem mit Staus und Abgaswerten in den Schlagzeilen, sie verheißen Stress, Lärm und Hektik. Doch es könnte auch ganz anders sein!
Imagine: Innenstädte ohne Autolärm. Der Verkehr ist hier Fußgänger*innen und Radfahrer*innen vorbehalten – welche sich überall begegnen, ins Gespräch kommen. Die Luft ist sauber, Vogelgesang ist deutlich hörbar. Fußgänger*innenzonen sind mit Hochbeeten gespickt, Plätze gleichen kleinen Oasen, ....
Wie können Städte zu diesen Orten gemacht werden?
Durch ihre Infrastuktur prägen Städte unser Verhalten und unseren Alltag stark mit, sie haben Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlergehen und letztlich auch auf das Klima. Wir betrachten in diesem Workshop zum einen wie Städte „von oben“, also auf Ebene von Politik und Verwaltung, ökologischer und menschenfreundlicher gestaltet werden können. Dafür schauen wir uns spannende architektonische Ideen und weiteren tollen Beispiele an. Zum anderen stöbern wir in den vielfältigen Ideen, Initiativen, Guerilla-Aktionen und Projekten, mit denen Bürger*innen weltweit ihre Städte „von unten“ mitgestalten.

Referentin: Tinka Dittrich
Das Fahrrad zählt Tinkas Ansicht zu den genialsten Erfindungen der Menschheit und der Lebensraum Stadt bietet ihrer Ansicht nach sehr guten Nährboden für eine dringend notwendige und wünschenswerte Postwachtumsgesellschaft. Um beides voranzubringen, bereitet sie seit Abschluss ihres Studiums der Kulturwissenschaften im Herbst letzten Jahres Projekte vor, die Hildesheim unter reger Beteiligung von Bürger*innen zu einer ökologischen Verkehrswende verhelfen sollen.

Utopie und Staatsgewalt - Wie kann radikal-liebevoller Widerstand funktionieren?

Wer sich auf dem Weg nach Morgen grundlegende Fragen stellt und die Gesellschaft neu gestalten möchte, stößt auf hohe Hürden. So traf es zum Beispiel dieses Jahr den Mitmachkongress utopival, der kurz nach seinem Beginn gewaltsam von der Polizei geräumt wurde: Dem Ordnungsamt war die geldfreie und energiesparende Lebensmittelversorgung der Utopist*innen zu unkonventionell gewesen. Als sich einen Monat zuvor die hohen Tiere der Weltpolitik in Hamburg getroffen hatten, lief es umgekehrt: Mit aller Gewalt wurde deren Gipfel durch zigtausende Einsatzkräfte geschützt, sodass die Herrschaften sich weitgehend ungestört eine Welt nach ihrem Geschmack zusammenträumen konnten.
Die Polizei agiert politisch: Ihr Handeln entscheidet mit darüber, wer sich vernetzen und unter günstigen Bedingungen wirksam werden kann. Sie beeinflusst auch die Bilder, die nach einem Ereignis bleiben. Aktivist_innen stehen der Staatsgewalt oft mit Gefühlen von Ohnmacht und Wut gegenüber. Wie können wir das überwinden?
Wie ein kreativer, radikal-liebevoller Widerstand von der Meditation auf dem Polit-Camp bis zum gemeinsamen Gesang in der Gewahrsamszelle aussehen kann, darüber möchten wir uns in diesem Workshop anhand aktueller Beispiele austauschen.

Referent: Tobi Rosswog
Tobi ist freier Bildungsreferent, Aktivist und Mitinitiator verschiedener Projekte wie beispielsweise dem Mitmachkongress utopival, der Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON oder auch vom MOVE UTOPIA -  ZusammenTreffen für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten. Aktuell bewegt ihn die Frage: "Wie können wir inneren und äußeren Wandel zusammendenken und umsetzen?".

ZERO WASTE Starterkit

Mit dem ZERO WASTE Starterkit legen wir los und befreien ganz praktisch die Badezimmer und Weltmeere von Plastik. Wir wollen uns nicht weiter diktieren lassen, welche Inhaltsstoffe (Pflege)Produkte haben müssen. Was auf dem Markt schwer zu finden ist, machen wir uns einfach selbst: Cremes ohne Mikroplastik. Deo ohne Plastikverpackung. Ein Entspannungsbad mit Lavendel oder ein anregendes Peeling für den Körper. Mit deinem Starterkit brauchst du nie wieder kryptische Zutatenlisten auf Kosmetikprodukten studieren und du kaufst kein verstecktes Mikroplastik, das in vielen Pflegeprodukten enthalten ist. Und das ganze ist einfach herzustellen und dabei ganz auf dich persönlich abgestimmt: in diesem Workshop kannst du mit guten Zutaten und leichten Rezepten einfach ausprobieren und deine Produkte so gestalten, dass sie z.B. mit einem bestimmten ätherischen Öl für dich besonders dufte sind. 

Also ab jetzt Schluss mit Greenwashing aus der Werbung. Schluss mit einem Badezimmer voller Plastikverpackungen. Wer Veränderung anstoßen will, soll mit sich selbst beginnen, so die Küchenpsychologie. Wir legen schon einmal los: Mit viel Freude am Experimentieren und Lust auf Neues -aber Vorsicht: Suchtgefahr! Zero Waste kann sehr ansteckend wirken… ;-)


Referentin: Inga Biel 
Politisches und gesellschaftliches Engagement zu stärken, die Welt zukunftsfähig und mit kritischem Handeln mitzugestalten, das sind die persönlichen Motivationen, die Inga antreiben. Sie hat an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis sowie Kulturvermittlung (M.A.) mit dem Schwerpunkt Kulturpolitik studiert und arbeitet seit Juni 2017 in der Bundestagsverwaltung als Mitarbeiterin des grünen Abgeordneten Sven-Christian Kindler. 


Theater und Impro: dein Raum zum Ausprobieren

Bei diesem Theaterworkshop experimentieren die Teilnehmenden gemeinsam, lernen sich in Aufwärmübungen besser kennen und improvisieren kleine Szenen. Hier gibt es viel Bewegung, manchmal ist es komisch und meistens laut. Fehler können nicht gemacht werden, denn alles ist willkommen. Dieser Workshop ist ideal für Leute, die noch kein oder wenig Theater gespielt haben, aber auch Leute mit Vorerfahrung sind herzlich willkommen.

Referent: Snorre Björkson, "ZettelsTheaterOffensive"
Snorre gibt seit vielen Jahren Theater-Workshops und hat mit seiner Projektgruppe "ZettelsTheaterOffensive" (ZTO) schon viele Theaterstücke bei unseren Jugendkongressen aufgeführt. Die ZTO ist eine niedersachsenweite Gruppe, die Spaß am gesellschaftskritischen Theaterspielen hat. Sie veranstaltet regelmäßig Theaterwochenenden und gestaltet kreative Aktionen.


"Hass ist keine Meinung! Nicht mal im Internet."

Es ist mehr als an der Zeit Hetze und Hass den guten Kampf anzusagen, aber wie? Wie funktioniert das eigentlich mit dem Hass im Netz? Und wie im öffentlichen Raum? Love-Speech verbreiten und Hetze dekonstruieren kann jede/r - wirklich! Mit geschickten Strategien und Argumenten machen wir uns fit, um Rassimus den guten Kampf anzusagen. #LoveSpeechforeveryone

Referentin: Christin Ihlefeldt, Neue deutsche Medienmacher (NdM)
Christin arbeitet als Antirassismus-Trainerin, Autorin & Journalistin in Berlin. "Hass geht jeden von uns an - nicht nur die, die direkt betroffen sind. Unser Handeln ist entscheidend, damit wir Rassimus nicht stillschweigend und ohne Kommentar den Weg in unsere Gesellschaft ebnen."

Hummus Evolution - vegan syrisch kochen

Essen ist die Sprache, die alle verstehen können. Rezepte überwinden leicht Grenzen und Sprachbarrieren. So kann gemeinsames Kochen für eine positive Globalisierung stehen: Es kann Verbindungen schaffen von einer WG-Küche in Marburg zu einem Straßenstand in Damaskus. Es kann Erinnerungen aus der Kindheit einfließen lassen in eine freundschaftliche Begegnung heute. Wenn wir Essen miteinander Teilen, teilen wir Traditionen und spontane Ideen - und es macht einfach Spaß!
Und Kochen kann noch mehr: Mit bewussten Entscheidungen bei der Auswahl der Zutaten können wir Umwelt und Klima schützen. Auf regionales Obst und Gemüse zu setzen ist dabei immer eine gute Idee: Pflanzliche Lebensmittel haben die beste CO2-Bilanz, kommen den Böden und Gewässern und gleichzeitig der Tierwelt zugute.
Deshalb kochen wir in diesem Workshop gemeinsam vegane Versionen syrischer Gerichte, angeleitet von Bilal, der dazu ein ganzes Kochbuch geschrieben hat: "Hummus Evolution!"

Referent: Bilal Mikah
Bilal kommt aus Syrien, hat dort BWL studiert und bei einer Bank gearbeitet. Das Kochen ist für ihn eine schöne Verbindung zu seiner Heimat und seiner Familie. Außerdem ist es eine tolle Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.

“Respektvolles Miteinander" - Naturpädagogik zum Reinspüren

In diesem Workshop begeben wir uns in die Natur, viel in die Stille, erforschen unser Verhältnis zu einem respektvollen Umgang miteinander und arbeiten an der Vision, diesen zu verbessern. Sanftes experimentieren mit Körperausdruck ist dabei, intensive Zweiergespräche und auch Austausch in der Gruppe. Kern des Workshops wird eine Zeit allein im Wald sein, in der ihr euch kreativ wahrnehmend und schreibend mit dem Thema beschäftigt. Dafür bekommt ihr eine naturpädagogische Methode aus der Visionsarbeit an die Hand, die euch hilft, das Thema aus verschiedenen Richtungen zu entdecken. Diese könntet ihr später nochmals für euch anwenden und mit unbegrenzter Zeit tiefer einsteigen.

Bitte beachtet: Dieser Workshop ist nicht mit einer therapeutischen Sitzung zu vergleichen und sollte nicht als Ersatz dafür genommen werden. Eine innere Grundstabilität für die Auseinandersetzung mit inneren Themen wird mit der Teilnahme vorausgesetzt.

Last but not least, was ihr mitbringen solltet:

Neben Offenheit und Motivation, genügend Wasser, eine kleine Sitzunterlage für den Waldboden, eine Uhr pro Person (!), bequeme Kleidung, warme wetterfeste Kleidung zum Überziehen. Die Knöchel mit Kokosöl eingerieben, hält Zecken fern.

Referentin: Alisa Sperling
Alisa, seit 2010 bei Janun u.a. aktiv, widmet sich freiberuflich gesellschaftsverändernden Themen. Aktuell nachwirkend: 2016/17 am Projekt “Peacelab” (peacelab.de) im Ökodorf “Lebensgarten” teilgenommen, einem jährlich stattfindenden Gemeinschaftsprojekt mit einem intensiven Training zu psychologischen Themen. Lebt und arbeitet seit 2017 in einem neugegründeten Meditationszentrum.


Zirkus zum Anfassen – Akrobatik

Beim Akrobatikworkshop werden Menschen “gestapelt“. Ihr erlernt die Grundlagen der Akrobatik, damit ihr selbst mit bis zu drei (oder mehr) Personen aufeinander steht und unterschiedliche Gruppenpyramiden bauen könnt. Beginnen werdet ihr mit einfachen Figuren zu zweit, die immer weiter gesteigert werden bis die ganze Gruppe in einer gemeinsamen Pyramide steht.

Referent*in: Circo e.V.