Das war der Ju­ni-Ko­ra

Austauschen, Workshops machen, über JANUN reden – am vergangenen Wochenende fand der Juni-Kora statt, der allgemein als der entspannteste Kora gilt, was sich auch dieses mal wieder bewahrheitete.

Am Freitagnachmittag reiste die eher kleine Gruppe von 15 Menschen nach Ottersberg an, wo wir bei KoKuNa in den Räumen vom Bahnhof e.V. untergebracht waren.

Zuerst ein mal hatten wir dann auch Gelegenheit, das Gebäude anzusehen und als alternatives Wohnprojekt kennen zu lernen, sowie die Arbeit von KoKuNa wahrzunehmen.

Auch erste inhaltliche Dinge wurden besprochen. Zum einen hatte der AK Internationaler Jugendaustausch bereits in Vorfeld des Koras seine Auflösung erklärt, da dieser komplett in JANUN Hannover übergegangen sei. Jedoch erklärten auch KoKuNa ihren Austritt aus JANUN, da sich ihr Fokus in der letzten Zeit verändert habe, und nun zu weit weg von den Themen des Netzwerks seien.

Außerdem gab es bereits eine Entscheidung über die Anträge an den Flexitopf. Da die Gelder für diesen kurzfristig aufgestockt worden waren, konnten sowohl der Antrag der NAJU für Grundausstattungspakete neuer Gruppen, als auch der von JANUN Lüneburg für alternative Stadtpläne angenommen werden.

Der Abend klang dann noch bei einem Lagerfeuer im Garten und lockerem Austausch aus.

Der nächste Morgen begann dann nach einem kurzen Strecken- und Dehnen-WUP in Folge einer mehr oder weniger ruhigen und bequemen Nacht mit einem Runde darüber, was die Gruppen gerade so machen und welche Projekte in den Landesbüros laufen. Dabei hörten wir von freudigen Nachrichten, wie dem Einzug des KoGu in ihr neues Kollektiv-Haus oder der toll gelaufenen Silent Climate Parade und anderen großartigen Akltivitäten, aber auch von einigen Problemen in manchen Gruppen.

Im Anschluss daran wurde auch noch ein eher unschönes Thema angsprochen. Da sich unsere Projektgruppe YXK, die Anfang 2016 beigetreten war, seit über einem Jahr nicht gemeldet hat und keine Kontaktpersonen zu ermitteln sind, trotz intensiver Versuche, beschloss der Juni-Kora den Ausschluss YXKs aus dem Netzwerk. Im Falle eines Erscheinens zum September-Kora ist die Gruppe jedoch wieder herzlich willkommen bei JANUN.

Nach diesem Beschluss wurde es noch ein mal praktischer. Zusammen mit den Bewohner*innen des Geländes kümmerten wir uns um deren Garten, sensten das Gras, bauten Sitzmöbel aus Euro-Paletten und versuchten, die Beete wieder frei zu legen.

Am frühen Nachmittag beschloss der Kora dann noch die Umstrukturierung des Finanzmittelvergabeverfahrens, dass zukünftig auch schon der September-Kora einen Haushaltsentwurf aufstellen kann, statt wie in den letzten Jahren nur der Finanzrat.

Um KoKuNa trotz ihres Austrittes noch besser kennen lernen zu können, bekamen wir dann noch einen Workshop zum Thema LandArt, bei dem zwei wunderschöne Farbverläufe aus Naturmaterialien entstanden.

Nach einem zweiten Workshop zum Thema Ökonazis mit anschließender Diskussion, hatten wir dann noch einen tollen Abend bei einem Wohnzimmerkonzert zweier Singer-Songwriterinnen im Bahnhof.

Den nachfolgenden Tag konnten wir dann sehr entspannt angehen. Nach ein paar organisatorischen Sachen bekamen wir noch eine ausführliche Kräuterwanderung, um nach dem Mittag dann alle wieder nach Hause abzureisen.


Foto: Kilian Genius
Foto:Kilian Genius
Foto: Kilian Genius