Be­RU­Fung?! Selbst­be­stimmt dei­nen Weg ge­hen

Bericht


Am Wochenende vom 10.-12.05.19 habe ich, Laura, mit meinen zwei Freundinnen Mia und Céline ein gemeinsames Herzensprojekt verwirklicht: Gemeinsam haben wir ein Seminar für andere junge Menschen gestaltet mit den Fragen Was sind meine Fähigkeiten & Potenziale und wo treffen sie auf das, was die Welt braucht? Was für Wege abseits der Bildungsautobahn- jenseits von Ausbildung und Studium- gibt es?

Gemeinsam haben wir ein Wochenende im Ökodorf Lebensgarten bei Steyerberg verbracht, wo ich derzeit selbst im Peacelab Projekt lebe, einer selbstgestalteten Orientierungszeit mit anderen Freilerner*innen.

Am Freitag gab es nach einer Ankommens-Zeit die Möglichkeit, an einer Rundführung durch das Ökodorf teilzunehmen, um die verschiedenen ökologischen und sozialen Projekte in der Gemeinschaft kennenzulernen. Anschließend ging es darum, sich untereinander besser kennenzulernen und einen ersten inhaltlichen Einstieg zu haben: Jede Person hat ihren eigenen bisherigen Lebens- und Bildungsweg mithilfe verschiedener Gegenstände gebastelt und den anderen vorgestellt. Ein kurze Performance von Céline und Mia und das Impulsvideo Why your life is not journey regten zur Reflexion über Selbst- und Fremdbestimmung des eigenen Lebensweges an. Schließlich haben wir uns über inhaltliche Wünsche und Wünsche an das gemeinsame Miteinander ausgetauscht.

Am Samstag haben wir uns der Selbstreflexion gewidmet, um sich über die eigenen Fähigkeiten, Interessen, derzeitigen Herausforderungen und Wünsche an das eigene Leben bewusster zu werden, z.B. Stell dir vor, du feierst deinen 100. Geburtstag. Kinder springen um dich herum und eines der Kinder fragt dich, was waren die 7 wichtigsten und schönsten Dinge, die du in deinem Leben gemacht hast?
Nach dem Mittagessen haben wir uns in Kleingruppen über verschiedene globale Herausforderungen ausgetauscht, wo diese unser eigenes Leben berühren und wie wir im Lokalen global wirken können. Und: Wo kann ich meine eigenen Interessen und Fähigkeiten mit dem, was es an Mitgestaltung für eine positive ökologische und soziale Veränderung in unserer Welt braucht, verbinden?
Gestärkt von einer Nachmittagspause mit leckeren Snacks haben wir uns in drei Gruppen mit den Fragen Wie will ich lernen? Wie will ich leben? Wie komme ich ins Tun? ausgetauscht.
Nach dem Abendessen haben wir reflektiert, welche Ziele des Workshops wir bereits erreicht haben. Das anschließende Ausklingen lassen mit singen, Musizieren, Lagerfeuer und Tanzen mit anderen Menschen aus der Gemeinschaft hat bei vielen von uns für besonders intensive und schöne Erinnerungen gesorgt.

Der Sonntag war dem Ziel gewidmet, konkret zu werden. So hat jede Person mithilfe der SMART Methode ein persönliches Ziel ausformuliert, das er*/sie* im nächsten Jahr erreichen möchte. Wir haben Tandems von je zwei Personen gebildet, die sich vorstellen konnten auch nach dem Seminar weiter in Kontakt zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen, um das selbstausgewählte Ziel zu erreichen und sich bei aufkommenden Herausforderungen zu helfen. Nach einem schönen Abschlussritual haben wir noch gemeinsam aufgeräumt und ein letztes Mal am leckeren Gemeinschaftsessen mitgegessen bevor die Teilnehmenden in die verschiedenen Himmelsrichtung aufbrachen oder teils auch noch ein bisschen länger im Ökodorf verweilten.

Für mich war es ein rundum schönes Seminar mit einer sehr wertschätzenden und vertrauensvollen Atmosphäre, die wir gemeinsam kreiert haben. Ich fand es bereichernd die Menschen an meinem Leben im Ökodorf als Frei- Lernerin teilhaben zu lassen, was für mich gerade mein Weg abseits der Bildungsautobahn ist. Das Schönste an allem ist jedoch, dass Mia, Céline und ich als ein Team zusammengewachsen sind und wir uns vorstellen können, noch viele weitere Workshops und Seminare miteinander zu teamen.


Laura mit Mia und Céline