Am 11. April 2026 fand unser JA!NUN-Festival unter dem Motto "Solidarität" auf dem PLATZprojekt statt – ein Ort, der dafür kaum besser passen könnte.
Ein Containerdorf auf einem alten Industriegelände, selbstorganisiert, nach dem Do-it-yourself-Prinzip aufgebaut und getragen von vielen engagierten Menschen. Genau so ein Raum, in dem Solidarität nicht nur Thema ist, sondern einfach passiert.
Über den Tag verteilt gab es zwei Workshop-Phasen mit insgesamt sechs verschiedenen Angeboten. Inhaltlich ging es dabei in ganz unterschiedliche Richtungen: Zum Beispiel um die Frage, wie Solidarität in Communities funktionieren kann, gerade in Krisenzeiten oder wenn Systeme ins Wanken geraten. In einem Argumentationstraining wurde geübt, wie man klar Position bezieht und rechten Parolen etwas entgegensetzt.
Ein Workshop lief als Rollenspiel – „Konferenz im Wildkatzenwald“ – bei dem wir in verschiedene Tierrollen geschlüpft sind und aus neuen Perspektiven auf Konflikte und Zusammenleben geschaut haben. In der „Insel der Utopie“ ging es darum, gemeinsam Bilder davon zu entwickeln, wie eine wirklich solidarische Zukunft aussehen könnte.
Besonders eindrücklich waren auch die Einblicke in ganz konkrete Lebensrealitäten: Beim Austausch mit Erika, die selbst ohne Wohnung lebt, ging es um Solidarität mit obdachlosen Menschen. Und beim Thema Flucht und Migration haben wir mehr über die Arbeit eines Netzwerks gegen Abschiebung erfahren und darüber gesprochen, wie Unterstützung aussehen kann.
Auch abseits der Workshops ist viel passiert. Wir hatten eine Siebdruck- und Chill-Ecke, die eigentlich durchgehend gut besucht war. Viele haben die Gelegenheit genutzt, Beutel oder Kleidung zu bedrucken – und es hat einfach Spaß gemacht, dabei zuzusehen, wie unterschiedlich und kreativ die Ergebnisse wurden.
Direkt daneben gab es eine Tausch- bzw. Umsonst-Ecke. Dinge wurden dagelassen, mitgenommen, weitergegeben – ganz unkompliziert und genau im Sinne des Festivals.
Dann haben wir zum Abendessen eine Schnippeldisko gemacht. Da wurde eifrig geholfen beim Schnippeln von Gemüse.
Valerie und Anouk haben uns allgemein den Tag über mit super leckerem Essen versorgt. Ein großes Dank an die Beiden!
Abends ging es dann mit Programm weiter: Erst ein Pub-Quiz rund ums Thema Solidarität, bei dem viel diskutiert und gelacht wurde. Danach eine Open Stage, bei der einfach jede*r etwas beitragen konnte. Wir haben verschiedene Kreistänze getantzt und ein kleine Ukulele Einlage bekommen. Den Tag haben wir dann mit einer kleinen, aber lustigen, Silent Disco ausklingen lassen.
Am Sonntag haben wir nach dem Abbau noch gemeinsam mit dem Orga-Team und ein paar Helfer*innen gebruncht. Gleichzeitig fand auf dem Gelände vom PLATZprojekt noch ein Flohmarkt statt, bei dem wir auch nochmal mit einem kleinen Siebdruck-Stand vertreten waren.