In­ter­na­tio­na­len Wo­chen ge­gen Ras­sis­mus

Internationale Woche gegen Rassismus
Bild: IBIS e.V.
Die 2016 veröffentlichte Studie „Die enthemmte Mitte“ zeigt deutlich, wie rassistische Einstellungen in Deutschland erstarken. Auch die Bereitschaft zu rassistischer Gewalt steigt an. Die vom 13. bis 26. März stattfindenden „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ setzen ein eindeutiges Zeichen dagegen. Dieses Jahr lautet das Motto „100% Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus.“ Die bisher 1.280 registrierten Veranstaltungen in ganz Deutschland sollen auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und unsere gemeinsame Verantwortung, gegen Rassismus vorzugehen, bestärken.

Auch unser Verbandsmitglied Ibis e.V. lädt zu drei Veranstaltungen im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Oldenburg ein. Um gegen Rassismus anzugehen, möchten sie eine breite Vernetzung zwischen Bürger*innen erreichen.

Veranstaltungsüberblick

Am 15. März 2017 um 19 Uhr stellt die Journalistin Andrea Röpke das „Jahrbuch rechte Gewalt“ vor. Andrea Röpke ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Ihre Texte erscheinen in der SZ, im Spiegel, Focus und Stern und für ihre Arbeit wurde sie mehrmals ausgezeichnet. Ihr „Jahrbuch rechte Gewalt 2017“ versammelt erstmals in einer Chronik alle Gewaltverbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter_innen in Reportagen und Porträts.

Am 16. März 2017 um 19 Uhr findet eine Lesung mit Tanja Kuchenbecker statt, zum Thema „Marine Le Pen. Tochter des Teufels. Vom Aufstieg einer gefährlichen Frau und den Rechtsruck in Europa“. Tanja Kuchenbecker lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Frankreich und hat als Journalistin den Aufstieg des Front National und Marine Le Pens aus nächster Nähe verfolgt, auch in persönlichen Begegnungen. Anschaulich und voller spannender Details beschreibt sie in ihrer Biografie „Marine Le Pen – Tochter des Teufels“ deren Weg, Motive und Strategie.

Am 24. März 2017 um 19 Uhr läuft der Film „Der Kuaför aus der Keupstraße“ in der IBIS-Halle. Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.

Zu allen Veranstaltungen wird eingeladen vom neueröffneten Regionalbüro Nord/West der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus-für Demokratie“ bei IBIS e.V., von der Oldenburger Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und vom Oldenburger Fluchtmuseum.

Die beiden Lesungen und die Filmvorführung finden in der IBIS-Halle (Klävemannstraße 14, 26122 Oldenburg) statt und sind kostenlos.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschen­verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von diesen auszuschließen.